1. Mai

Ostermarsch 2016

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NRW ganz rechts

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Die extreme Rechte in NRW auf dem Vormarsch?
Montag 21.3.2016
19:30 Uhr
Alte Schmiede (Michaelstr.50, Neuss)

28 Demonstrationen von PEGIDA- und deren Abspaltungen,
der selbsternannten „Bürgerbewegung pro NRW“ sowie den
„Republikanern“ im Jahr 2015 – und dies nur in der Nachbarstadt
Düsseldorf; eine Verachtfachung der Attacken auf
Flüchtlingsunterkünfte im Vergleich zum Vorjahr in NRW;
Demonstrationen mit mehreren tausend TeilnehmerInnen
aus dem rechten Fußballfan-Spektrum in Köln:

Ist die extreme Rechte in NRW vor dem Hintergrund
der Debatten um islamistischen Terrorismus,
eine angebliche Bedrohung eines wie auch immer definierten
„Abendlands“ durch die Einreise von Schutz suchenden Menschen
sowie um die Ereignisse in der Silvesternacht
in Köln auf dem Vormarsch?
Kann sie diese Debatten für sich nutzen?

Der Vortrag versucht sich an einer Bestandsaufnahme
extrem rechter Wahlparteien wie NPD, „Die Rechte“, „pro NRW“
und „Republikaner“, nicht parteiförmig organisiertem Neonazismus
und rassistischen Bewegungen wie PEGIDA und
„Hooligans gegen Salafismus“ (HoGeSa) in NRW.

Was verbindet diese Akteure, was unterscheidet sie?
Wie handlungsfähig sind sie, wo wirken sie zusammen?
Benannt werden hierbei auch Beispiele aus dem lokalen Raum.

Referent: Jürgen Peters
(Freier Journalist und Autor sowie Bildungsreferent des Antirassistischen
Bildungsforums Rheinland)

Der Veranstalter behält sich vor,
von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen,
die extrem rechten und/oder rassistischen Parteien,
Organisationen oder Szenen angehören bzw.
bereits in der Vergangenheit durch rassistische,
antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen
oder Handlungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Stadt Kurier 2.3.2016

Rock gegen Rechts

„Wir sind das musikalische Kontrastprogramm.“ Mit diesem Satz betraten die Musikerinnen und Musiker von „Elele“ am vergangenen Samstag (27.02.) die Bühne im vollen „Haus der Jugend“. Was dann folgte, war eine stimmungsvolle Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen, orientalischen Klängen, osteuropäischem Pop und mitreißendem Ska. Schnell wurde deutlich: die multikulturelle Gruppe passte ausgezeichnet ins Programm von „Rock gegen Rechts“. Vor „Elele“ hatten schon die Punkrocker von „BeratØr“ und „Datenschmutz“ für beste Stimmung gesorgt. Bereits sieben Minuten nach Beginn um 18.30 Uhr waren 80 Besucher ins Haus der Jugend geströmt und hatten die Mindestspende von 5 Euro entrichtet; viele gaben mehr. Der Andrang ließ den ganzen Abend über nicht nach und spätestens zur punkigen Crossover-Musik von „Conyo“ platzte das Haus dann aus allen Nähten.

Hauptacts des Abends waren die aus Düsseldorf angereisten und überregional bekannten Künstler von „KopfEcho“ und die Neusser „The Wastones“, die im Jahr 2014 auch den Rock- und Popförderpreis der Stadt Neuss gewonnen hatten. Beide Gruppen heizten dem Publikum für je eine Stunde ordentlich ein. Alle Bands spielten ohne Gage und gaben damit ein klares Statement zur Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Hetze ab. Als dann während des Auftritts von „Kopfecho“ bekannt gegeben wurde, dass das Konzert ausverkauft war, brachen laute Jubelchöre aus.

„Rock gegen Rechts“ war nicht nur ein gelungenes Konzert, sondern auch eine kraftvolle und friedliche Demonstration. Mehr als 220 Besucher waren gekommen und hatten insgesamt fast 1300 Euro für soziale Flüchtlingsprojekte gespendet. Das „Haus der Jugend“ legte noch einen drauf und rundete die Summe mit Einnahmen aus dem Getränkeverkauf auf 1500 Euro auf. Zuvor hatte „das Haus“ schon Raum, Bühne und Technik zur Verfügung gestellt.

Die Veranstalter von „Neuss gegen Rechts“ verkündeten am Ende des Abends das Ergebnis: 750 Euro werden an das Frauencafe für Geflüchtete gehen, die andere Hälfte kommt einer integrativen Fahrradwerkstatt zugute. Dass die Einnahmen des Konzertes nun vollständig gespendet werden können, liegt auch am finanzkräftigen Engagement von hilfsbereiten Sponsoren aus Neuss und dem Rhein-Kreis. Neben der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA)“ unterstützten auch die „Musikschule Kaarst Mark Koll“, „Kompass Musik“ aus Dormagen, das Piercingstudio „Ausgefuchst“ aus Neuss und die Konzertagentur „Paradoxon Concerts“ das Event. Darüber hinaus gingen auch Spenden von Privatpersonen ein.

Spätestens im nächsten Jahr soll es ein weiteres „Rock gegen Rechts“ in Neuss geben.

Die nächste Veranstaltung von „Neuss gegen Rechts“ findet am 21.03.2016 in der „Alten Schmiede“ am Rathaus statt. Ab 19.30 Uhr informiert dort Jürgen Peters vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland über die extreme Rechte in NRW und geht dabei auch auf lokale und regionale Entwicklungen ein.

Neuss gegen Dügida

Das Bündnis Neuss gegen Rechts unterstützt den Aufruf des Düsseldorfer Appell und Düsseldorf stellt sich quer zu Protesten gegen Dügida!

In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus!
Mit vielfältigen Aktionen protestieren Menschen am
Freitag, den 18.9.2015 gegen eine “Demonstration” der rechtspopulistischen und rassistischen Dügida.

DÃ&frac14;gida Route 18.9.2015

Protestkundgebung
18:00 Uhr vor dem HBF

Protestkundgebung
18:00 Uhr vor dem DGB Haus (Friedrich-Ebertstraße)
18:30 Uhr Start der Fahrraddemo

Weitere Informationen unter: http://duesseldorf-stellt-sich-quer.de/blog/

Buch der Erinnerung gestohlen!

Aus noch unbekannter Motivation wurde im Mai das „Buch der Erinnerung“ in der Neusser Rathauspassage gestohlen.
In dem Buch wurden exemplarisch die Biographien von 14 verfolgten Menschen der Zeit des Nationalsozialismus beschrieben.
Zeitungsartikel Buch der Erinnerung gestohlen

Gedenken am 1. Mai 2012

Die Terrorzelle von Zwickau hat mit Hilfe eines Netzwerkes zielgerichtet und systematisch gemordet. Neu sind Gewalt und Mord in der Nazi-Szene nicht. Jetzt aber ist offensichtlich, dass staatlich finanzierte Spitzel den Terror nicht verhindert, sondern eher gefördert haben.
Nach unterschiedlichen Angaben antifaschistischer Initiativen sowie „Tagesspiegel“ und „Frankfurter Rundschau“ sind seit 1990 in Deutschland zwischen 140 und 182 Menschen von Neonazis ermordet worden. Die Bundesregierung kennt hingegen nur 47 Mordopfer in Folge von Nazi-Angriffen. Hinter der Differenz von über einhundert Opfern steckt eine Mentalität der Verharmlosung und des Wegschauens öffentlicher Stellen gegenüber rechter Gewalt.
Die neuen Rechtsterroristen unterscheiden sich in ihrer Einstellung zur Gewalt kaum von ihren historischen Geistesgenossen. Die Verherrlichung von Gewalt und Krieg gehört bis heute zum Grundrepertoire der Naziideologie.
Von den 20 000 Nazi-Straftaten im Jahr 2010 waren 800 Gewalttaten. Terror gegen Andersdenkende oder einfach gegen Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, ist jedenfalls nicht neu.
Neben dem Versagen oder gar der Verstrickung von Ermittlungsbehörden und Geheimdiensten in das rechte Milieu steht die ungeheuerliche Tatsache, dass terroristische Nazistrukturen aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden, jetzt mit Recht im Mittelpunkt der Kritik. Statt den Terror aufzuklären, haben die Schlapphüte im Dienste des Staates den Aufbau von Nazi-Strukturen erst ermöglicht.
Die Aufklärung über Nazi-Gewalt und das Verbot der NPD, die diese Gewalt propagiert und nährt, werden nun auch von jenen gefordert, die ein NPD-Verbot bisher ablehnten. Diesen Bekenntnissen müssen jetzt Taten folgen!
Die Abschaltung aller Nazi-V-Leute und die Einleitung und konsequente Durchsetzung eines Verbotsverfahrens gegen die NPD können nur erste Schritte sein. Der Kampf gegen rechte Ideologien, Rassenhass und Gewalt braucht Engagement des Staates und seiner Bürger. Auf die Tagesordnung gehören ebenso die Stärkung demokratischer Strukturen und die Vermittlung humanistischer Werte.

Dass alle Menschen gleich sind ist eine der Lehren, die aus den Verbrechen des deutschen Faschismus und dem Widerstand zu ziehen ist. Dieser Gleichheitsgrundsatz ist zu verteidigen – gegen Neonazis ebenso wie gegen einen „gesellschaftsfähigen“ Neorassismus.

Der Initiativkreis lädt Sie / Euch
am 1. Mai 2012 um 9.00 Uhr auf dem Neusser Hauptfriedhof
an den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld zu einer Gedenkfeier zu Ehren der Neusser Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer ein!

Grab DÃ&frac14;llgen Höhfeld

Empfehlenswertes Bildungsprogramm

Die zentrale Bildungsstätte arbeitet in einem Gebäude der Arbeiterbewegung in Leverkusen. Es wurde von revolutionären Arbeitern errichtet von den Nazis enteignet, 1945 zurückgegeben und seither durch die Kulturvereinigung Leverkusen e. V. und durch Unterstützung vieler Sympathisanten aufrechterhalten.

Seit mehreren Jahrzehnten ist Hauptnutzer dieser Einrichtung die Karl-Liebknecht-Schule mit Informations- und Diskussionsangeboten, Tages- und Wochenendseminaren sowie Wochenlehrgängen.

Auch an Werktagen sind Buchungen für Tages- oder Mehrtagesveranstaltungen möglich. Dazu ist eine rechtzeitige Anmeldung und Absprache nötig.

Das Bildungsangebot ist nach unserer Meinung recht gut und empfehlenswert! Auch für die von euch, die der DKP nicht nahe stehen, bietet die Karl-Liebknecht-Schule interessante Angebote und sollte im Sinne der Solidarität unterstützt werden.

Das Programm findet ihr hier:
Programm der Karl-Liebknecht-Schule

Ellen Schernikau liest aus „Irene Binz“ von Ronald M. Schernikau

Hamburg im Herbst 1981:
Der Schriftsteller Ronald M. Schernikau lässt sich von seiner Mutter seine Kindheit und ihr eigenes, erstaunliches Leben erzählen. Es entsteht das radikal ehrliche Protokoll eines eigenwilligen Lebensweges. »Irene Binz. Befragung« ist die Prosafassung, die nach dem Gespräch zwischen Ronald M. Schernikau und seiner Mutter Ellen entstanden ist.
Irene Binz, literarisches Alter Ego von Ellen Schernikau, erzählt von ihrer Familie und ihrer Jugend in Magdeburg, wo sie schließlich Thomas kennenlernt. Doch kurz nachdem ihr gemeinsames Kind Ronald geboren ist, flieht Thomas in den Westen. Irene hält an ihrer großen Liebe fest und gibt ihren Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft nicht auf.
Aber: Sie ist mit den Verhältnissen in ihrem Land im Reinen. Hin- und hergerissen zwischen ihrem schlechten Gewissen ob der »Vaterlosigkeit« des Jungen und ihrer Überzeugung, ihre Heimat in der DDR zu haben, wagt sie nach langem Zaudern die Flucht in den Westen – und muss erkennen, dass Thomas dort längst eine neue Familie gegründet hat. Nach dieser Demütigung ist sie entschlossen, nun auch in der Bundesrepublik ihren Weg zu gehen.
Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die sich zwischen ihrer Liebe und ihrer politischen Überzeugung entscheiden muss. Und das Porträt einer starken Mutter, die fest an ihre Ideale glaubt.
»Wer das nicht als die allerinnigste und zarteste Musik hören kann, ist verflucht«, schreibt der Schriftsteller Dietmar Dath im Vorwort des Buches.
 
Ellen Schernikau liest aus „Irene Binz“ am Donnerstag, 6. Oktober, 19.00 im Hamtorkrug, Büttger Straße 3, in Neuss.

Der Eintritt ist frei. Zur Finanzierung der Veranstaltung bitten wir um eine Spende

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Veranstaltungsempfehlung: Brigadistas

Die VVN-Bund der AntifaschistInnen Neuss zeigt den Film „Brigadistas“
am Sonntag, 8. Mai 2011, 18 Uhr
in der Gaststätte Hamtorkrug, Büttger Straße 3, in Neuss

Der Regisseur und Kameramann des Films, Daniel Burkholz, gibt eine Einführung und wird Fragen zu seiner Arbeit beantworten.


Zur Finanzierung der Veranstaltung bitten wir um eine Spende.

„Brigadistas“

Vor fast 75 Jahren, im Juli 1936, putschten Spaniens Generäle gegen die demokratisch gewählte Regierung. Arbeiter und Bauern griffen zu den Waffen, um zusammen mit loyalen Truppen die Republik zu verteidigen. Beginnend im August 1936, schickten die faschistischen Staaten Deutschland und Italien Truppen und moderne Waffen, die die Putschisten unterstützten.
Aus der ganzen Welt eilten Antifaschisten der bedrängten Republik zu Hilfe. Im Oktober wurden die ersten Einheiten der Internationalen Brigaden gebildet. Bis 1938, als die Brigaden auf Druck Spaniens und Frankreichs aufgelöst wurden, waren es 40 000 Freiwillige, darunter an die 5 000 Deutsche, die an der Seite des spanischen Volks die Republik verteidigten. Mehr als die Hälfte von ihnen verloren im Kampf das Leben.
70 Jahre nach Beginn des Spanischen Krieges kehrten die letzten noch lebenden internationalen Freiwilligen, die für Freiheit und Demokratie und gegen den Faschismus und General Franco gekämpft haben, noch einmal nach Spanien zurück.
Die Brigadistas, 36 Frauen und Männer – die Jüngste 86, der Älteste 99 Jahre alt –, begaben sich auf eine Reise, die sie von Madrid über Zaragoza nach Barcelona quer durch Spanien führte. Einem Land, in dem sie auch nach so langer Zeit noch begeistert gefeiert wurden. Diese Reise war für viele von ihnen die letzte und die Brigadistas wussten das. Sie berichteten über das Erlebte und wollten ihre Ideen und Ideale weitergeben. Der Film „Brigadistas“ ist ein intensives und einfühlsames Porträt dieser Menschen. Er zeichnet ein Bild, in dem Begeisterung, aber auch Nachdenklichkeit ihren Platz haben.