Archiv für März 2016

Ostermarsch 2016

Mehr Details zum Ostermarsch ---->HIER<----

NRW ganz rechts

ngr

Die extreme Rechte in NRW auf dem Vormarsch?
Montag 21.3.2016
19:30 Uhr
Alte Schmiede (Michaelstr.50, Neuss)

28 Demonstrationen von PEGIDA- und deren Abspaltungen,
der selbsternannten „Bürgerbewegung pro NRW“ sowie den
„Republikanern“ im Jahr 2015 – und dies nur in der Nachbarstadt
Düsseldorf; eine Verachtfachung der Attacken auf
Flüchtlingsunterkünfte im Vergleich zum Vorjahr in NRW;
Demonstrationen mit mehreren tausend TeilnehmerInnen
aus dem rechten Fußballfan-Spektrum in Köln:

Ist die extreme Rechte in NRW vor dem Hintergrund
der Debatten um islamistischen Terrorismus,
eine angebliche Bedrohung eines wie auch immer definierten
„Abendlands“ durch die Einreise von Schutz suchenden Menschen
sowie um die Ereignisse in der Silvesternacht
in Köln auf dem Vormarsch?
Kann sie diese Debatten für sich nutzen?

Der Vortrag versucht sich an einer Bestandsaufnahme
extrem rechter Wahlparteien wie NPD, „Die Rechte“, „pro NRW“
und „Republikaner“, nicht parteiförmig organisiertem Neonazismus
und rassistischen Bewegungen wie PEGIDA und
„Hooligans gegen Salafismus“ (HoGeSa) in NRW.

Was verbindet diese Akteure, was unterscheidet sie?
Wie handlungsfähig sind sie, wo wirken sie zusammen?
Benannt werden hierbei auch Beispiele aus dem lokalen Raum.

Referent: Jürgen Peters
(Freier Journalist und Autor sowie Bildungsreferent des Antirassistischen
Bildungsforums Rheinland)

Der Veranstalter behält sich vor,
von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen,
die extrem rechten und/oder rassistischen Parteien,
Organisationen oder Szenen angehören bzw.
bereits in der Vergangenheit durch rassistische,
antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen
oder Handlungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Stadt Kurier 2.3.2016

Rock gegen Rechts

„Wir sind das musikalische Kontrastprogramm.“ Mit diesem Satz betraten die Musikerinnen und Musiker von „Elele“ am vergangenen Samstag (27.02.) die Bühne im vollen „Haus der Jugend“. Was dann folgte, war eine stimmungsvolle Mischung aus lateinamerikanischen Rhythmen, orientalischen Klängen, osteuropäischem Pop und mitreißendem Ska. Schnell wurde deutlich: die multikulturelle Gruppe passte ausgezeichnet ins Programm von „Rock gegen Rechts“. Vor „Elele“ hatten schon die Punkrocker von „BeratØr“ und „Datenschmutz“ für beste Stimmung gesorgt. Bereits sieben Minuten nach Beginn um 18.30 Uhr waren 80 Besucher ins Haus der Jugend geströmt und hatten die Mindestspende von 5 Euro entrichtet; viele gaben mehr. Der Andrang ließ den ganzen Abend über nicht nach und spätestens zur punkigen Crossover-Musik von „Conyo“ platzte das Haus dann aus allen Nähten.

Hauptacts des Abends waren die aus Düsseldorf angereisten und überregional bekannten Künstler von „KopfEcho“ und die Neusser „The Wastones“, die im Jahr 2014 auch den Rock- und Popförderpreis der Stadt Neuss gewonnen hatten. Beide Gruppen heizten dem Publikum für je eine Stunde ordentlich ein. Alle Bands spielten ohne Gage und gaben damit ein klares Statement zur Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Hetze ab. Als dann während des Auftritts von „Kopfecho“ bekannt gegeben wurde, dass das Konzert ausverkauft war, brachen laute Jubelchöre aus.

„Rock gegen Rechts“ war nicht nur ein gelungenes Konzert, sondern auch eine kraftvolle und friedliche Demonstration. Mehr als 220 Besucher waren gekommen und hatten insgesamt fast 1300 Euro für soziale Flüchtlingsprojekte gespendet. Das „Haus der Jugend“ legte noch einen drauf und rundete die Summe mit Einnahmen aus dem Getränkeverkauf auf 1500 Euro auf. Zuvor hatte „das Haus“ schon Raum, Bühne und Technik zur Verfügung gestellt.

Die Veranstalter von „Neuss gegen Rechts“ verkündeten am Ende des Abends das Ergebnis: 750 Euro werden an das Frauencafe für Geflüchtete gehen, die andere Hälfte kommt einer integrativen Fahrradwerkstatt zugute. Dass die Einnahmen des Konzertes nun vollständig gespendet werden können, liegt auch am finanzkräftigen Engagement von hilfsbereiten Sponsoren aus Neuss und dem Rhein-Kreis. Neben der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA)“ unterstützten auch die „Musikschule Kaarst Mark Koll“, „Kompass Musik“ aus Dormagen, das Piercingstudio „Ausgefuchst“ aus Neuss und die Konzertagentur „Paradoxon Concerts“ das Event. Darüber hinaus gingen auch Spenden von Privatpersonen ein.

Spätestens im nächsten Jahr soll es ein weiteres „Rock gegen Rechts“ in Neuss geben.

Die nächste Veranstaltung von „Neuss gegen Rechts“ findet am 21.03.2016 in der „Alten Schmiede“ am Rathaus statt. Ab 19.30 Uhr informiert dort Jürgen Peters vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland über die extreme Rechte in NRW und geht dabei auch auf lokale und regionale Entwicklungen ein.